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 Betreff des Beitrags: Re: Caligae
BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2012, 17:24 
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Gute Entscheidung! Binsfeld-Treter sind klasse und vorzeigbar.

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VLG T.M.P./J.H.


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 Betreff des Beitrags: Re: Caligae
BeitragVerfasst: Mittwoch 11. April 2012, 23:57 
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Wobei ich nach wie vor glaube, dass weder Schuhwerk noch sonstige ausrüstung wirklich "einheitlich" war.
Das römische Reich war sehr groß und integrativ.
Da die Schuhe der Soldaten nicht aus der Kleiderkammer kamen, sondern selber gekauft und bezahlt werden mussten, waren da mit Sicherheit große Unterschiede innerhalb einer einzelnen Contubernia...

Solnage es keine Schnabelschuhe werden ;-)

Aber Binsfeld ist schon das Prada des römischen Schuhwerks!
Sonst direkt in Indien kaufen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Caligae
BeitragVerfasst: Freitag 11. Mai 2012, 09:38 
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Stimmt Tertius - Binsfeld Schuhe sind Klasse, deswegen sind dort auch meine neuen im Auftrag :-)

Wobei der Rat von vielen: "Selbst machen" auch was hat...werde mich an dieses Thema im Winter mal heran wagen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Caligae
BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Juni 2012, 23:37 
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Ich hatte mich dazu entschlossen meine selber herzustellen,nachdem ich die "Teile" gesehen habe die mein Kollege aus Indien bekommen hatte...
Die Schuhnägel waren Grosse Zimmermansnägel denen man den Schaft auf knapp 1 cm vor den Kopf gekürzt hat... grausam...
Habe Schnittmuster und Bauanleitung aus GB. Das Leder würde ich vom Sattler meines Vertrauens beziehen ( kann ich Euch übrigens sehr empfehlen )

http://www.baehr-sattlerbedarf.de/

Wollte im Winter diesen Jahres damit anfangen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Caligae
BeitragVerfasst: Samstag 21. Juli 2012, 01:47 
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Hallo,
das Thema da (und das Textilbereich, also kurz: die Tracht) haben mich eigentlich hier in Forum gezogen. Ich habe die HP von den Binsfeld angeschaut - die Caligae Rom.1 und die andere Varianten, weil ich auch eine gute Schuhe für die Zeit um der Zeitwende brauche. Ich möchte also die Caligae - Mainz Variante haben (oder auch den geschlossene Calcei, ebenso Mainz).
Die Schuhe von den Binsfeld habe noch nie live gesehen, aber mir kommt das Leder zu glänzend, künstlich vor - bei den allen Varianten. Wie schaut sein Leder tatsächlich aus?
Ich habe auf der IRM 2012 bei dem Stefan von der Heide seine Schuhe gesehen und finde sein Leder mehr korrekt und die Schuhe von der Mainz Varianten auch, was historische Korrektheit angeht.
Was meint ihr, wenn man diese zwei Handwerker und ihre Schuhe betrachtet, kann man die vergleichen? Bei den Calcei von den Binsfeld weiss ich gar nicht, ob die Nähte passen, was die Befestigung von der Sohle an den oberen Teil angeht (neben den glanzendem Leder-look). Die Schuhe von den Stefan sind mit einer besonderer Naht genäht, die innen von der Leder-fläche läuft, man sieht die auf der Aussenseite nicht.

Joze

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 Betreff des Beitrags: Re: Caligae
BeitragVerfasst: Montag 23. Juli 2012, 10:26 
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Ich kann mich eigentlich nur wiederholen... :D

Caligae sind eigentlich sehr einfach selber herzustellen. Ich habe bis jetzt noch keine wirklich sehr gute, wirklich passende, gekaufte angetroffen.
Die aus Indien sind schlicht Schrott und wirlich das Geld nicht wert.

Die meisten Fehler sind, dass die Schuhe viel zu weit sind, zu lang, zu gross, das Leder zu schwach, Kunstleder, geklebte Sohlen, die sich bei wärme oder nässe lösen, komische Nägel, zuwenig oder zuviel Nägel und einfach nicht zu gebrauchen................. :mauer: :mauer: :mauer: :mauer: :mauer:


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 Betreff des Beitrags: Re: Caligae
BeitragVerfasst: Montag 23. Juli 2012, 13:06 
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Miles hat geschrieben:
Ich kann mich eigentlich nur wiederholen... :D

Caligae sind eigentlich sehr einfach selber herzustellen. Ich habe bis jetzt noch keine wirklich sehr gute, wirklich passende, gekaufte angetroffen.
Die aus Indien sind schlicht Schrott und wirlich das Geld nicht wert.

Die meisten Fehler sind, dass die Schuhe viel zu weit sind, zu lang, zu gross, das Leder zu schwach, Kunstleder, geklebte Sohlen, die sich bei wärme oder nässe lösen, komische Nägel, zuwenig oder zuviel Nägel und einfach nicht zu gebrauchen................. :mauer: :mauer: :mauer: :mauer: :mauer:


Ich kann dir nur aus eigener Erfahrung zustimmen, ich habe meine zwar jetzt wirklich lange getragen. Aber man muss wirklich viel Zeit investieren um die billig kacke tragen zu können.

Wie schon gesagt hattest. Die Dinger sind meistens zu weit das Leder ist billig und die erste Nagelausstatung ist nicht ideal.

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 Betreff des Beitrags: Re: Caligae
BeitragVerfasst: Montag 23. Juli 2012, 23:06 
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Ich habe mich auch entschieden meine selber zu machen - haben wir also die gleiche Meinung. Nur bei mir ist eigentlich das Problem - das Geld. Ich bin mir sicher, dass die Schuhe von den Stefan von der Heide gut sind, aber bei ihm kosten die caligae 450 e. Das ist für mich zu viel, ich muss noch für die weitere Ausrüstung spaaren.
Ich habe diesbezüglich noch welche technische Fragen zum selberbauen - die werde mit den Freunden aber bald besprechen und die mir erklären.
Vielleicht stelle ich da die erste Frage über der caligae: ist es ca 3 mm dickes Leder zu dick? Ich meine für den Typus Mainz, die sind aus den dünneren Lederriemen gemacht und bei uns gibt im Moment nur ca 3 mm dicken Leder (normal ist der Leder ca 2 oder 2,5 mm dick). Ich denke, es wird passen, wenn es 3 mm dick ist, weil die Lederriemen dünn sind, wird es darum trotzdem weich sein (Leder ist aber nicht ganz starrhart, ich finde den Leder gut).

Joze

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 Betreff des Beitrags: Re: Caligae
BeitragVerfasst: Dienstag 24. Juli 2012, 09:12 
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Salve Joze,

zum Thema Binsfeld-Schuhe, diese Schuhe werden nach Maß gefertigt. Es gibt dazu auf seiner Webseite ein Formular, das man ausdrucken kann. Man muss halt nur seine Füße selbst vermessen, das Formular ausfüllen und auf der Rückseite (oder auf einem separaten Blatt) den Fußumriss aufzeichnen. Danach schickt man ihm das Ganze per Post zu.

In dem Formular kann man auch die gewünschte Lederfarbe angeben. Außerdem kann man mit ihm per Telefon oder E-Mail (dauert manchmal etwas bis er antwortet) sehr gut reden und evtl. Sonderwünsche äußern.

Ich hab für meine Truppe bei ihm 4 Paar Caligae bestellt, Produktion dauerte etwa 3 Monate (bei 1 Paar dürfte es schneller gehen). Wir sind sehr zufrieden mit den Teilen. Sie haben auch schon mehrere Trainingsrunden (inklusive Lauf in voller Ausrüstung durch schwieriges Gelände) sowie ein ganztägiges römisch-germanisches Sommerfest schadlos überstanden. Da sie über einen Leisten nach Maß gefertigt sind, sitzen sie sehr bequem und gleichzeitig fest am Fuß.

Klar, selber machen ist immer am besten, aber ob man preislich tatsächlich günstiger kommt, weiß ich nicht. Man muss ja nicht nur das geeignete Leder für Sohle und Schuhkörper sowie die Nägel kaufen, sondern natürlich auch das geeignete Werkzeug. Außerdem muss man auch ein gewisses Talent und die nötige Erfahrung besitzen, um so etwas herzustellen, das lernt man nicht mal so nebenbei durch bissl Internetrecherche. Im schlimmsten Fall geht der erste Versuch in die Hose, und dann wird's schon teuer.

Wer das Ganze macht, um sich das handwerkliche Wissen und Talent anzueignen, für den geht natürlich nix übers Selbermachen. Wer aber für seine Reenactment-Darstellung einfach nur preiswertes, maßgefertigtes, antikes Schuhwerk benötigt, das authentisch ist und einiges aushält, ohne dass man sich die Füße verrenkt, für den wären die Binsfeld-Replikate schon zu empfehlen.

Vale, Sidonius Callidus

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 Betreff des Beitrags: Re: Caligae
BeitragVerfasst: Dienstag 24. Juli 2012, 15:50 
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Also aus Kostenersparniss will ich mir die nicht machen sondern einfach an der Freude das man etwas selbst hergestellt hat um auch zu sehen wie es sich in der Praxis verhält...
Ich selber habe schon Schuhe hergestellt für meine mittelalterliche Darstellung,sind sehr gut geworden und halten seid 4 Jahren... :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Caligae
BeitragVerfasst: Mittwoch 25. Juli 2012, 01:14 
Neuling
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Die Freunde kann ich wegen der caligae nicht fragen, weil ich bei den Römern noch wirklich ganz frisch und neu bin und kenne aus der Nähe keinen, wer eine gemacht hat, ist mit denen zufrieden und könnte die ebenso für mich machen.
Meine keltische Schuhe habe ich auch selber gemacht, die erste sind wasserdicht und auch schon 4 jahre alt; die späteren habe noch nicht beim Regen getragen.
Klar, es geht mir um die Authentizität, vor allem, weil ich auch die andere spätere Ausrüstung ebenso korrekt und passend haben möchte bzw. es geht um eine gesammte Grabdarstellung aus der augusteischer Zeit. Aber normal habe ich von der Bekleidung mehrere Stücke, (an)passend je nach der Veranstaltung - man geht auch nicht mit den Schuhen die zB. für musealische Auftritte hat, die oft in den geschlossenen Räumen stattfinden, in den Gatsch und Dreck rein. (obwohl es sicher authentisch und realistisch ist, aber immerhin, wenn die Schuhe für zB. 300oder 400 e dann kaputt wären, ist es schon besser, für schlechtes Wetter noch eine billigere oder ausgenützte zu haben ... )
Hat jemand noch Erfahrungen mit den Schuhen von den Stefan von der Heide?
Wie schon gesagt, ich finde sein Leder besser, schaut authentischer aus (bei der caligae).

Joze

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 Betreff des Beitrags: Re: Caligae
BeitragVerfasst: Montag 1. April 2013, 18:16 
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Baue mir meine selber das ist der aktuelle Stand zur Zeit...
Schnittmuster Grundlage war diese hier:

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Das Leder ist etwas fleckig,kommt von der Färbung,ist aber KEIN Velours,war diesbezüglich beim Sattler meines Vertrauens,im Endeffekt kommen mich die Materialkosten ( ca 72 € ) höher als die Fertigartikel aus dem Hause Deepeeka aber hier weiss ich zumindest das dort nicht irgendwelche Giftstoffe aus dem Leder austreten wenn man am Fuß transpiriert...

So und nun endlich fertig...

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