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BeitragVerfasst: Donnerstag 26. Juli 2012, 11:11 
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Hallo,
ich recherchiere schon einige Zeit ĂŒber der passenden Farbe von der Naturwolle - weiss bei den Kelten und Römern.
Ok, bis jetzt weiss, dass die weisse Wolle gab.
Aber - wie weiss war sie, war sie tatsÀchlich so schnee-weiss, wie man die heute in den WollgeschÀften bekommt?
Ich habe zum Thema schon in Forum Gallicum einen Thread aufgeschrieben: http://forum.hassiaceltica.de/index.php?page=Thread&threadID=3340&s=fcf8c46c98b421ff6a647a8f9c76d47850e83011

Ich möchte mir eine augusteische Tunika weben. Bei diesen kenne ich auch nicht nur weisse Belege, sondern auch in hellblau, krÀpp-rot, braun-hellbraun(gelblich tendiert) und hellgrau.
Ich habe mich fĂŒr die am meisten tragende Variante weiss entschieden, aber muss unbedingt schnee-weiss sein, oder geht auch grau-emailiert = hell grau?

Ich kenne die Schriften von den Martial und er berichtet, dass aus Liburnien in den römischen Reich die weisse Wollei&Textilien importieren wurden und auch die Tunica Pataviana aus der Po- Ebene war weiss. Die Italienische einheimische Schaf aus der Po-Ebene war naturweiss, so wie auch unsere einheimische (kontinentale), vorgeschichtliche kleine Schaf auch. Unsere heutige SchĂ€fe sind sehr hell weiss - Bergschaf, KĂ€rtnerschaf - die tendieren leicht nach gelb-weiss, die Carsa-Istriana-Schaf - die tendieren leicht in grau-weiss. Die moderne hell-weisse Wolle gewint man normal aus den Bergschafe und KTN-schafe, nicht aus die Adria = Istriana Variante. Die Bergamasca-Schafe waren braun und grösser und ihre Vorfahrer haben sich auch mit unseren einheimischen gemischt - darum sind heutige Schafe bissl grösser, sind aber trotzdem am meisten weiss, obwohl man auch hin und da die "schwarze Schafe" sieht (es gilt, dass die Hirte und Buer lieber die helle, weisse gehabt gaben und schneller die dunkle braune fĂŒr den Fleisch gebraucht haben).

Aber, alles hilft nicht, weil ich noch immer nicht fix weiss, wie (sehr,klar) weiss war die Wolle vor 2000 Jahren (in der augusteischer Zeit), ob schnee-weiss, oder grau-tendiert.

Joze

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BeitragVerfasst: Donnerstag 26. Juli 2012, 11:43 
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Die einzige Idee wĂ€re, um dir zu helfen, im Museum nachzufragen bei mir in Berlin. Bin aber aktuell in einem anderen und muss abwarten bis ich wieder FĂŒhrungen neu dazu bekomme.. dann kann ich bei einem Fachmann mal nachhaken... ob der es genau weiß, ist allerdings auch etwas ungewiss ;)

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BeitragVerfasst: Donnerstag 26. Juli 2012, 22:39 
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Plinius schreibt auch ĂŒber viele Naturwollfarben. Ganz ehrlich, ich wĂŒrde einfach die nehmen, die mir gefĂ€llt. :D

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BeitragVerfasst: Donnerstag 26. Juli 2012, 23:02 
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DANKE Jan! :)
Ich habe heute einige FĂ€rberei-versuche zum Thema die Farbe bei den Clavii in FB verlinkt, bin noch nicht zufrieden (muss morgen noch welche machen). Habe auch das Thema Tunika + Toga eben durchgelesen.... meine Meinung möchte aus GrĂŒnden der Höfflichkeit fĂŒr mich behalten (fantasy :( ). Sonnst stimmt: bei der Naturtuche gibt eben guten Wollstoff, sehr passend fĂŒr eine römische Tunika, jedenfalls den naturweissen in Leinwandbindung mit ca 600gr/m2 bestellen, nicht den dĂŒnneren um 350 gr/m2 oder noch dĂŒnneren - die sind echt zu dĂŒnn und dann ist die Tunika so wie eine Fetze-drappiert. Ich war auf den Musterstuck unter "Naturweiss-schwer" in Winter ganz begeistert.

Joze

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BeitragVerfasst: Montag 30. Juli 2012, 09:58 
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Je grober, desto origianaler wirkt es doch auch - die damaligen Stoffen waren ja nicht sehr fein!
Tertius Mummius, da geb ich dir vollkommen recht, schließlich waren die GeschmĂ€cke rja shcon immer verschieden, auch vor vielen tausend Jahren ;)

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BeitragVerfasst: Mittwoch 1. August 2012, 00:09 
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Da bin ich nicht so sicher, ob es so war.... Ich war heute beim Laden mit der Wolle und wollte die kaufen, aber war zu, habe keine Ahnung, warum. Ich war aber wirklich ordentlich am Überlegen, ob ich die weisse Wolle fĂŒr die römische Tunika kaufe, oder eine andere Farbe fĂŒr eine keltische, weil die Wolle aus 2 oder aus 3 FĂ€den gezwirnt ist und ist nicht so fein, wie ich die haben will. Ich werde aber trotzdem nachher noch eine feine aus 1 FĂ€den bestellen und werde als erste fĂŒr den ersten Webversuch die relativ grobe aus 2 FĂ€den kaufen.
Ich kenne die Belege und die Artikel, wie fein die Wolle&Wollhaaren waren. Die können sehr dĂŒnn und fein sein - viel feiner, als ich alle meine handgewebte Tuniken habe.
Man hat aber als Römer nicht nur feine und festlich-sommerliche Bekleidung getragen, obwohl Kernland von den Römern aus Mittelmeer-Gebiet stammt. Ich habe eben heute sehr frĂŒh im RAT Foren/ Thread Rotes Leinen und rote Wolle fĂŒr die Tunika ĂŒber der Bekleidung fĂŒr den Winter geschrieben. In venetischem Raum kannte man die Patavianische Tuniken, die waren sogar dreifach gewebt und darum noch wĂ€rmer, die stammen von den einheimischen Leuten und die haben die Römer dort ĂŒbernommen, ebenso den Cucullus Liburnicus aus heutigen Kroatien (wo man noch immer den groben weissen Umhang kukljica bei den Hirten kennt) wellcher besonders dicht und dick gefilzt war und fĂŒr diese Bekleidung haben die Römer den Terminus gausapina - Bekleidung benĂŒtzt, zB. die dickgefilzte Paenula gausapina.
Also - sicher haben die grob-und-dicht gewebte Bekleidung getragen und war es ihnen nicht kalt; aber im Queerschnitt war die Wolle und die Bekleidung doch auch sehr fein gewebt.
Der Graham Sumner hat mir in seiner Antwort aufgeschrieben, dass die Farbe "beige" gut ist (nicht aber nur diese Farbe): eben solche Farbe von der Wolle kann man bei uns in dem Laden kaufen; aber auch nach hell-grau tendierte Wolle auch und beide sind gut. Die beige Variante stammt von den Schafen, die haben sich mit den braunen Bergamasca Schaf aus Norditalien gemischt, wobei aber die Bauer die braune (braun war die Norditaliensiche Variante, unsere einheimische natur-hell-weiss) fĂŒr den Fleisch gehabt haben und nur die helle haben fĂŒr die Wolle benĂŒtzt, so entstand die heutige Variante von der beige Wolle (wir haben aber auch die andere, Ă€ltere Variante von der hellgrau-weissen Wolle auch weil bei uns 4 einheimische Schafarten gibt).
Schluss: die Tuniken von den obersten Sozialschicht (augusticlavia als Ritter-schicht oder die senatorischen Laticlavia oder auch andere Varianten) waren sicher fein gewebt, aber aus der einheimischer natur-weisser Wolle (nicht kĂŒnstlich weiss gefĂ€rbt oder gebleicht, was der Fall bei den Leinen war) und je feinder und weisser der Stoff war, desto teuerer war es auch weil damit mehr Arbeit war.

Joze

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BeitragVerfasst: Mittwoch 8. August 2012, 18:05 
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Ich habe gehört die Schuhe sollen ebenso wie die Kleidung Standesunterschiede widergespiegelt haben. Stimmt das? Und wenn ja, woran machte sich was fest? Und gab es bereits eigentlich so etwas wie Accessoires der besonderen Art, die nur die Betuchten trugen? Schließlich gibt es noch heute viele Statussymbole in unserer Gesellschaft, wie zum Beispiel der schicke Anzug und edle Omega Uhren von Chrono24 bei den MĂ€nnern. Ein Aspekt, der sich in der Geschichte wohl durchgesetzt hat :)

LG Renesmee

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Es ist merkwĂŒrdig, dass die Menschen ĂŒber die wichtigsten Dinge im Leben so wenig nachdenken.
(Graham Greene)


Zuletzt geÀndert von Renesmee am Dienstag 14. August 2012, 14:48, insgesamt 2-mal geÀndert.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 8. August 2012, 20:26 
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sicher war die ganze Tracht geprÀgt durch den Stand von jeglichen konkreten sozialen Standart und gewissen Regeln. Die Schuhe von den Senatoren haben sicher nicht ebenso auch die Soldaten oder normale Zivilisten getragen - die Frage ist, wie war es konkret damit durch den Jahruhunderten.

Joze

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