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BeitragVerfasst: Donnerstag 31. Juli 2008, 11:45 
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@ Jan und Susanna:

Nein, es geht (mir zumindest) nicht darum, wem der Begriff gehört, denn mir gehört alles, was ich sehe, wenn ich die Augen zumache.
Ich glaube auch nicht, dass mir der Begriff abhanden gekommen ist, schließlich heißt meine Firma so, und was sonst mit dem Wort angestellt wird, darauf habe ich eh keinen Einfluss.
Ich verstehe nur die ganze Aufregung nicht und wundere mich ĂŒber diesen seltsamen Diskreditierungsversuch, warum muss dieser Begriff jetzt auf einmal nach 10 Jahren friedlicher Nischenexistenz derart zerpflĂŒckt werden, warum sollte ich mich fĂŒr etwas rechtfertigen, das nie intendiert war, warum werden mir Absichten unterstellt, die nur aus miß- oder gar nicht verstandenen, weil nicht gelesenen Dokumenten herauskonstruiert werden... Es gibt m.M.n. Wichtigeres, auf das wir unsere AktivitĂ€ten lenken sollten, als uns gegenseitig ohne Not in die Pfanne hauen zu wollen. Ich rede gern ĂŒber alles Mögliche, noch viel lieber rede ich VON etwas, aber ich lasse mich auf keine ehrenkĂ€sigen erbsenzĂ€hlerischen Rhetorikspielchen ein. Sicher sind klare Begriffe und eine klare Sprache wichtige Voraussetzungen fĂŒr offenbar nötige Grenzziehungen, aber beim Einschlagen von GrenzpfĂ€hlen sollte man darauf achten, dass man nicht zufĂ€llig eine Gasleitung touchiert....

Nur meine 0,02 Euronen

Ulfr *der auch schon beim NĂ€geleinschlagen den falschen erwischt hat :cry: *


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BeitragVerfasst: Donnerstag 31. Juli 2008, 23:29 
Togatus
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Hallo Wulf

ich verstehe nicht ganz deine BeweggrĂŒnde fĂŒr deine letzten paar Postings.
Zur Zeit lese ich aus deinen Äußerungen lediglich, dass du dich angegriffen fĂŒhlst und dich nicht mit Defintionsfragen auseinandersetzen möchtest. Dieser Bereich des Forums beschĂ€ftigt sich aber eben ausdrĂŒcklich mit PropĂ€deutik und Definitionsfragen.

Begriffsdefinitionen sind eine unentbehrliche Grundlage nicht nur fĂŒr die Wissenschaft. Jeder, der eine Hose anprobiert und feststellen muss, dass eine 50 von Hersteller A nicht gleich einer GrĂ¶ĂŸe 50 von Label B ist, erfĂ€hrt die Folgen von fehlenden gemeinsamen, verbindlichen Grundlagen am eigenen Leib (in diesem Fall fehlende Normen bei Körpermaßtabellen und der Berechnung von KonfektionsgrĂ¶ĂŸen).

Es ist also von enormer Wichtigkeit, dass wir im Bereich der Living History, bevor wir an Inhalten arbeiten können, zunÀchst eine gemeinsame Nomenklatur schaffen.

Du hast den Begriff ArchĂ€otechnik in die museumspĂ€dagogische Arbeit eingefĂŒhrt und zĂ€hlst nach meinem Überblick ĂŒber die Literatur und das Internet zu dessen fleißigsten Benutzern. Es sollte dich deshalb nicht verwundern, dass du in einem Diskurs ĂŒber die Bedeutung und die Definition der ArchĂ€otechnik hĂ€ufig zitiert wirst. TatsĂ€chlich ist es sogar nur folgerichtig und unvermeidbar.

Es gehört zum normalen wissenschaftlichen Betrieb in einem Diskurs (u.U. auch unbequeme) Argumente und Thesen auf der Grundlage der bisherigen Literatur zu beleuchten. Der Begriff ArchĂ€otechnik offenbart nach meinem DafĂŒrhalten schon in der Definition, aber auch im gegenwĂ€rtigen Gebrauch schwere MĂ€ngel. Deshalb sehe ich hier einen begrĂŒndeten Bedarf zu einer Neubestimmung.

Beste GrĂŒĂŸe
Andreas

_________________
Heritage Interpreter und Autor


Zuletzt geÀndert von Andreas am Freitag 1. August 2008, 06:54, insgesamt 1-mal geÀndert.

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BeitragVerfasst: Freitag 1. August 2008, 00:25 
Tesserarius
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Registriert: Montag 5. September 2005, 18:47
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Zitat:
fĂŒhle mich aber stĂ€ndig selektiv zitiert, (deswegen) falsch verstanden und grundlos attackiert

Dieses GefĂŒhl ist m.E. unbegrĂŒndet. Meine Zitate sind öfters mehrzeilig, der Kontext bleibt erhalten, und wenn ich mich einmal irre (wie jĂŒngst mit der zeitlichen Abfolge der Berufsbezeichnung) rĂ€ume ich das ein. Auch attackiere ich nicht, sondern kritisiere. Wenn Kritik als Attacke verstanden wird, tut mir dies leid.
Aber natĂŒrlich wĂ€hle ich die Zitate sorgfĂ€ltig aus, sonst wĂ€ren sie nicht themenbezogen und sinnlos. Da die meisten Äußerungen im Netz wie gedruckt zum Thema von dir stammen, (Zitat "ja, ich wars, und mit voller Absicht") muß ich eben auch meist darauf zurĂŒckgreifen.

Zitat:
Neue Anforderungen, neues Berufsbild

"Neu" höchstens in einigen Feldern und in einigen Regionen, bekannt und etabliert in anderen. Eine Orientierung in deren Richtung hÀtte mehr gebracht als eine in Richtung einer sich gerade etablierenden Abteilung einer Fachrichtung.
Ein neues Berufsbild? Ein Beruf wird ausgebildet. Und genau hier setzt meine Hauptkritik ein, nÀmlich dass der Begriff "ArchÀotechnik" wie auch der Umgang damit eine solche Qualifizierung nur vorgaukelt.
Die "neuen Anforderungen" kommen dann also aus den Bereichen ArchĂ€ologie, PĂ€dagogik und mitunter auch Handwerk. Deine Qualifikation auf letzterem Feld stelle ich nicht in Abrede. In Sachen ArchĂ€ologie magst du ebenfalls ein breites Spektrum dir selbst angearbeitet haben, aber eine echte Qualifikation in Form eines staatlichen Abschlußes steht aus.
"ArchĂ€otechnik" ist kein Berufsfeld. Das Berufsfeld der Vermittlung im musealen Betrieb, mit welchen Methoden im Detail auch immer, nennt sich in Deutschland MUSEUMSPÄDAGOGIK. Das Feld der Vermittlung an Schulen UND Museen nennt sich schlicht PĂ€dagogik und Erziehungswissenschaften.

Zitat:
Welche meinst Du, wo ist der Zusammenhang mit Begriffsverwirrungen...

LINK
Zitat:
Genau, deswegen ein neuer Begriff, wie Holztechniker, Event-Manager etc. Neue Anforderungen, neues Berufsbild.

Wie gesagt, das "neu" gilt nur fĂŒr den subjektiven Eindruck. Auch hierzulande wurde es auch schon lange angewandt, oft ohne Neuerfindung oder unter gĂ€nzlich anderer Bezeichnung. Das diesen Leuten die Bezeichnung eigentlich wirklich egal war und die Inhalte das Thema zeigt sich u.a. daran, dass diese zwar publizierten, aber keinen regelrechten Werbefeldzug starteten und somit ihre Bezeichnungen unter den Tisch fielen (bspw. "lebendige ArchĂ€ologie", "handlungsorientiertes" oder "experimentelles lernen").
Auch die EinschrÀnkung "was von Experimenten bleibt" kann so wohl nicht geteilt werden. Immerhin wird auch vieles gezeigt und demonstriert, dass nicht experimental erforscht wurde.
Zusammenfassend meine Kritik an der Bezeichnung "ArchÀotechnik"
1.Es bestand und besteht keine unmittelbare Notwendigkeit einer neuen Bezeichnung, weder im gesamten noch im Detail, denn es gibt bereits eine Reihe von Bezeichnungen die fĂŒr andere Darsteller und VorfĂŒhrende genĂŒgten. Auch im Ausland existierten Bezeichnungen fĂŒr die gleichen Arbeit. Im VerhĂ€ltnis dazu einfachere, griffigere und eindeutigere Hobby- und Methodenbezeichnungen wurden vorgeschlagen.
SchauwerkstĂ€tte gibt es bspw. seit Jahrzehnten. Es ist mir neu das ein Meister oder Geselle sich darum genötigt sah sich umzunennen, nur weil er z.T. geringfĂŒgig Ă€lteres Werkzeug nutzte oder das sich Pfadfinderlehrer beim Feuermachen irgendeiner archĂ€ologischen Bezeichnung bemĂŒĂŸigen.
2.Die "archĂ€ologische Technik" bezieht sich auf die ĂŒblichen Vorgehens- und Verfahrensweisen der ArchĂ€ologen und "Technik der ArchĂ€ologie" ist eindeutig u.a. auf Datierungs- und Analysemethoden wenn nicht ebenfalls auf das "Handwerk" ArchĂ€ologie bezogen. Die Summe der ArchĂ€ologie ist aber nicht die realientechnische Rekonstruktion oder die PĂ€dagogik im schulischen und musealen Bereich.
3.Der Begriff ArchÀotechnik wird zur Profilierung genutzt. Warum drÀngt sich der Eindruck auf?
- Die Beschreibungen anderer Begriffe in denen Laien "zuarbeiten" legen in ihren Definitionen Wert auf die Betonung des Laienstatus und schrĂ€nken weiter ein (Wikipedia: "HauptsĂ€chlich wird Living History von Laien betrieben. Sie stellen einen frei gewĂ€hlten Zeitraum dar, den sie mehr oder weniger fest umreißen. Das Ziel ist es dabei, die vergangene Epoche zu begreifen und sie Dritten begreifbar zu machen. Dieser didaktische Anspruch gegenĂŒber Dritten findet sich jedoch nicht bei jedem Geschichtsdarsteller." ). Sie sind stolz auf die Momente in denen sie der Wissenschaft oder Lehre helfen können. Die Definition von ArchĂ€otechnik bspw. bei Wikipedia betont die Wissenschaftlichkeit und enge Verwandtschaft, spricht selbst von Qualifikationen. Wikipedia:
Zitat:
ArchĂ€otechnik ist ein, der ArchĂ€ologie zugeordnetes, Spezialgebiet und bezeichnet die Erforschung und AusfĂŒhrung altertĂŒmlicher Verfahrens- und Arbeitsweisen wie zum Beispiel historischer Handwerks-, Landwirtschafts- oder Jagdtechniken.

Es wird der Anschein einer Qualifikation erweckt, indem es als Fachgebiet einer Wissenschaft beschrieben wird.
Zitat:
Voraussetzung fĂŒr die AusfĂŒhrung der ArchĂ€otechnik ist die Beherrschung der historischen Techniken entsprechend dem Wissensstand der in Frage kommenden Zeit.

Hier wird offen von einer Kondition qualifizierender Art gesprochen. Die Kontrolle ist dabei erst jetzt Thema und soll seitens der Erfinder und TĂ€tigen selbst erfolgen...
Hier findet sich auch kein Wort ĂŒber das bei chronico und hier beklagte Problem des unsicheren Wissensstandes. Dazu aber spĂ€ter nochmal.
- "ArchĂ€otechniker" Ă€ußerten bereits öffentlich den Drang und die Umsetzung Mitarbeiter von Museen von der ArchĂ€otechnik zu "ĂŒberzeugen", dies zumeist in Abgrenzung und Ablehnung aller anderen Darstellungsformen.
In dem Zusammenhang::
- "ArchĂ€otechniker" Ă€ußerten sich herablassend bis beleidigend ĂŒber Fachleute der Bereiche ArchĂ€ologie, Historie und PĂ€dagogik.

Und nur zur Klarstellung, ich unterstelle keine Böswilligkeit in diesen Handlungen oder negative CharakterzĂŒge. Jeder Mensch strebt nach Anerkennung. Wenn mir jemand auf dem Fuß steht und ich sage es ihm erwarte ich nicht, dass dieser sofort in die Luft geht als wĂŒrde ich ihm vorwerfen, er habe das mit Absicht gemacht. Über die dahinter stehenden Motive und Bewußtsein (oder Unbewußtsein) könnte ich nur mutmaßen.

Zitat:
Ja, eben das, und auch das ist keine griffige Bezeichnung fĂŒr eine TĂ€tigkeit: Lebendiggeschichtler? LebendigarchĂ€ologe?

Wo steht geschrieben dass TĂ€tigkeitsbezeichnungen griffig sein sollen?
Bei jedem Fachvortrag wird sich nicht damit begnĂŒgt den Haltenden mit einer Abschlußbezeichnung zu benennen, sondern man fĂŒhrt seinen Werdegang kurz an und stellt ihn und sein TĂ€tigkeitsfeld kurz umrißen vor. Auch bei LaienvotrĂ€gen kann dies so gehandhabt werden, und nach deiner Beschreibung war es ja vor allem dieser Bereich, die Vorstellung durch andere als ExperimentalarchĂ€ologe, die dich trieb den Begriff zu erfinden. Stellt man sich selbst vor ist die eigene Qualifizierung durchaus sinnvoll. Ein Besucher fragt: was sind sie von Beruf? Da ist "Tischler" die ehrliche Antwort. "ArchĂ€otechnik" dagegen ein RĂ€tsel.
Ich spreche dir deine FĂ€higkeiten, werter Wulf, nicht ab. Ich habe deine Arbeiten bislang noch nicht in den Fingern gehabt, und selbst wenn, ich bin kein VFG-ArchĂ€ologe und kein Handwerker, ich könnte sie also nicht bewerten und Maße es mir nicht an.
Aber statt ehrlich stolz auf das real geleistete zu sein und klarzustellen, dass diese Leistungen von einem Hobbiisten erfolgten wird irgendwas mißverstĂ€ndliches erfunden und kĂŒnstlich wie falsch aufgewertet.
Ich hab auch bereits Holzarbeiten geleistet, einige davon sind sogar brauchbar, aber darum bin ich kein "Histotischler".

Zitat:
Nein, ich bestehe nicht auf die Anwesenheit von Publikum

Die Definition die Exp. Arch. von ArchÀotechnik unterscheidet tuts, und du hast die Abtrennung durch Andreas ebenfalls abgelehnt.

Zitat:
Ich interpretiere einen Fund nicht, dazu fehlt mir die wissenschaftliche Ausbildung, (die aber offenbar auch kein Garant fĂŒr eine qualitativ bessere Interpretation eines Fundes ist, als ich sie privat liefern kann).
(...)
Trotzdem wollen die Leute, die eine Museumsveranstaltung besuchen, wissen, "wie das damals war". Und ich zeige ihnen, wie man damals etwas gemacht hat, etwas hergestellt und benutzt hat

Das widerspricht sich selbst und deinen anderen Aussagen.
Widerspruch 1
Erst Ă€ußerst du, das es kaum klares "Wissen" und zu allem dutzende Theorien gibt. Und jetzt Ă€ußerst du, dass du dem Publikum prĂ€sentierst "wie etwas gemacht / hergestellt wurde", was nichts anderes ist als "Wissen" und "Fakten", also "wie es war".
Widerspruch 2
Du sagst: "Ich interpretiere einen Fund nicht." Wie wĂ€hlst du dann unter den von dir angesprochenen dutzenden Theorien die Dinge aus, die dann als "wie etwas gemacht wurde" vorfĂŒhrst? Oder fĂŒhrst du auch alle anderen Theorien, insbesondere die nach deiner Meinung nicht zum Ziel fĂŒhren vor?
Widerspruch 3
Du Ă€ußerst bei chronico und auch hier, dass du und andere ArchĂ€otechniker sehr wohl publizieren und forschen und hier ruderst du zurĂŒck, indem du sagst, du interpretierst nicht, und "dir dazu die wissenschaftliche Ausbildung fehlt".

Entschuldige, aber die WidersprĂŒche verwirren mich.

Zitat:
Ich zeige den technischen Aspekt. Mir ist dafĂŒr kein besserer Begriff eingefallen als der ach so strittige, und niemand ist gezwungen, ihn zu benutzen.

1.Ich streite nicht, ich lehne den Begriff ab und lege meine GrĂŒnde dar.
2.Gezwungen werden die Leute, denen beigebracht wird, dass es statt "Experimenteller ArchĂ€ologie" (sic!) "ArchĂ€otechnik" (sic!) heißt.

Zitat von Dir bei Chronico (Diskussion Hochbruck, Beitrag 5):

Zitat:
Wissenschaftliche Experimente eignen sich nicht zur AuffĂŒhrung vor Publikum. An diese Stelle mĂŒsste in Ihrem Projekt die ArchĂ€otechnik treten.

[link] http://chronico.de/erleben/wissenschaft ... mentar1181[/link]

Zitat:
Meine Absicht war es nicht, eine Qualifikation vorzutÀuschen, ich empfinde die Unterstellung dieser Absicht als geradezu impertinent.

Das tut mir leid, aber ich habe oben dargelegt, warum sich dieser Eindruck aufdrĂ€ngt. Über die dahinter stehende Motivation Ă€Ăƒâ€šĂ‚Â€ußere ich mich nicht (und falls doch möchte ich das noch einmal als tiefste Spekulation meinerseits gesehen wissen).

Zitat:
Werter Tobias, Ich bin dafĂŒr, diesen unnĂŒtzen Streit um des Kaisers Bart beizulegen, der Begriff ArchĂ€otechnik ist in die Welt gesetzt, ja, ich wars, mit voller Absicht, viele finden ihn gut, können was damit anfangen, und ob jemand als ArchĂ€otechniker, Darsteller vorzeitlichen Handwerks oder Hunzimors daherkommt, ist doch letztlich egal, Hauptsache, er macht seinen Job gut.

Ich bin dafĂŒr den Begriff "ArchĂ€otechnik" abzulegen. Zumindest wĂ€re viel gewonnen, wenn zukĂŒnftig die fehlende "echte" Qualifikation dahinter beim Einsatz des Begriffes deutlich betont wĂŒrde um jeden falschen Eindruck zu vermeiden.
Ich verstehe nicht, warum Hobbiist, engagierter Laie, Living History Darsteller, Handwerker abgewertet wird, um einen solch irrefĂŒhrenden Begriff in der Fachliteratur und Öffentlichkeit zu pushen.

Eine einzige Frage ziehe ich noch aus dem letzten Posting:
"Warum nach 10 Jahren"?
1.Weil erst in den letzten Jahren die Living History, Reenactment und alle anderen Darstellenden Bezeichnungen / Szenen spĂŒrbare AktivitĂ€ten der Fachleute verzeichnen.
2.Weil erst in den letzten Jahren aus einer individuell gewĂ€hlten Bezeichnung fĂŒr die Einzelperson Wulf Hein die sich verbreitende Bezeichnung im o.g. Sinne geworden ist (sprich, die Werbekampagne greift)
3.In meinem Fall, weil ich erst vor wenigen Wochen die Definitionen und Texte dazu einzusehen begann und vorher nicht auf diesen Begriff gestoßen bin, weder in Seminaren der MuseumspĂ€dagogik noch in Seminaren der ArchĂ€ologie.
ZerpflĂŒcken ist ĂŒbrigens ĂŒbertrieben. Ich habe hier jetzt in 2 etwas (sic!) ausfĂŒhrlicheren Postings und in zwei anderen durch Randbemerkungen den Begriff und seinen Hintergrund kritisiert (!). Die ausfĂŒhrlicheren sogar erst auf dein eigenes Nachfragen.
Dazu kommt eine in meinen Augen vollkommen angebrachte Randbemerkung im Chronicokommentar, in der ich schlicht darauf verwies, dass es keine Ausbildung oder sonstige geregelte Qualifikation gibt. Mehr nicht.


Ich bitte um Entschuldigung fĂŒr dieses MegaPost, damit habe ich aber denke ich deutlich gemacht, wo meine Kritik begrĂŒndet liegt.

_________________
Wer war froher als Neanth, da er sich Meister von diesem wundervollen
Instrumente sah, wodurch er, ohne das mindeste von der Musik zu
verstehen, der Erbe des Talents eines Orpheus zu sein glaubte! - Lukian

Tib. Gabinius Primus
alias Talos
alias Tobias


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BeitragVerfasst: Freitag 1. August 2008, 11:15 
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Sorry Wulf, ich bin mir absolut sicher, dass Du das auch alleine hinkriegst, aber ich stelle mich jetzt mal neben Dich... :wink:

Tobias und Andreas, ich habe eigentlich auch nichts gegen Euch als Menschen, allerdings gewinne ich zur Zeit EindrĂŒcke zu Euren Personen, welche mich Meinungen in diverse Richtungen fassen lassen. Ich habe diese Diskussion verfolgt und ursprĂŒnglich wollte ich hier gar nichts mehr schreiben, da ja recht zĂŒgig bei Diskussionen mit harten Bandagen aus legitimen Fragen Provokationen interpretiert werden, Fehlannahmen seitens Dritter aber nicht korrigiert.

Ich werde auch nur dezent zitieren, da mir Quotewars generell mißfallen.

Andreas:

Du bezeichnest Wulf als "Deinen altgedienten Kollegen". Da Du Schauspieler bist gehe ich davon aus, dass Du Dir der Macht des Wortes absolut bewusst bist. Was ich sonstwo im Internet aus Deiner Feder lesen darf, festigt diesen (meinen) Eindruck. Zum einen stellst Du Dich ins gleiche öffentliche Licht, zum anderen auf gleiche Höhe. Ist jetzt nur (m)eine Feststellung (Interpretation), werten kann das jede(r) fĂŒr sich.

Handkehrum adaptierst Du den Begriff "ArchĂ€otechnik" auch fĂŒr Deinen Wirkungsbereich, modifizierst ihn allerdings gemĂ€ĂŸĂƒâ€ŠĂ‚Âž Deiner eigenen BedĂŒrfnisse, machst Abstriche und ErgĂ€nzungen. Dies allerdings auch erst, seitdem der Begriff zur Diskussion gelangt. Davor bestand wohl Deinerseits kein Bedarf dazu?! Um mit Tobias zu reden: Ich bin verwirrt.

Tobias (nach meiner Meinung ebenfalls ein hervorragender Rhetoriker):

Du weist von Dir, zu attackieren. Nach Deinem persönlichen SelbstverstĂ€ndnis kritisierst Du nur. Da ich - wie gesagt - auch Dir Eloquenz in Wort und Schrift "vorwerfe" ( :wink: ) glaube ich nicht, dass Du Deine Formulierungen unbedacht oder voreilig ("ad hoc") triffst. DiesbezĂŒglich fĂ€llt mir spontan das Motto des Hosenbandordens ein. So sehr Du auch dementierst. Das ist einer der eingangs erwĂ€hnten EindrĂŒcke zu Deiner Person.

Soweit zu den Grundlagen.

Zitat:
Ich bitte um Entschuldigung fĂŒr dieses MegaPost, damit habe ich aber denke ich deutlich gemacht, wo meine Kritik begrĂŒndet liegt.


Brauchst Dich nicht zu entschuldigen. Der Informationsgehalt (fachliche wie soziale Kompetenz betreffend) ist enorm. Lesenswert! Und Du machst deutlich, wo Dein ganz persönlicher Grund liegt:

Standes-, respektive BerufsdĂŒnkel.

Du fĂŒhlst Dich ganz massiv gestört durch eine nach akademischen Weihen riechenden Berufsbezeichnung, welche aber keine ist. Jedenfalls nicht nach akademischen Werten gemessen.

Zitat:
Sozialgeschichtliches [Bearbeiten]Die FĂ€higkeiten und Kenntnisse, die in einem Beruf benötigt werden, werden also durch Ausbildung, durch Praxis oder Selbststudium oder durch Zuschreibung (adscription) (etwa bei Erbfolge [z. B. Bauer, zĂŒnftiger Handwerker, Reichs-KĂ€mmerer] oder durch Gelöbnisse (Beamte) oder durch Weihe (Priester)) erworben.

Die meisten Berufe sind das Ergebnis fortschreitender Differenzierung der Arbeit. Sie verfĂŒgen also ĂŒber Jahrhunderte lange Traditionen, da viele von der Gesellschaft gewĂŒnschten Leistungen im Wesentlichen konstant sind. Daher rĂŒhrt auch die soziale Erscheinung auffĂ€lliger Berufsvererbung.

Zu den Ältesten, frĂŒhgeschichtlichen Berufen gehören Schmiede, Zimmerleute, Heiler, Priester, WandererzĂ€hler und -sĂ€nger, WĂ€chter (Schutz-/Wachmann) oder auch Prostituierte. Seit dem Mittelalter fanden sich die Berufsgruppen in ZĂŒnften und Gilden zusammen, welche auch die Ausbildung des beruflichen Nachwuchses ĂŒbernahmen. Doch gliederten sich auch "Unehrliche" Berufe aus.

In einigen Berufen wird auf die "Berufung" des/der Einzelnen von 'oben' oder von 'innen' besonderen Wert gelegt (zum Beispiel Pfarrer, Priester, aber auch Arzt, Lehrer, Apotheker, Richter). Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist die Pflicht zur Arbeit im Rahmen des Ordo Socialis (vgl. Christliche Gesellschaftslehre).

Der fortschreitende, mit der Industrialisierung einhergehende soziale und technische Wandel ließ neue Berufe entstehen und alte, zumeist handwerkliche Berufe aussterben. Mit der durchdringenden Verbreitung der Informationstechnologie in allen gesellschaftlichen Bereichen setzt sich dieser Trend fort.


So wie ich das sehe fĂŒrchtest Du das Erreichen des nĂ€chsten Levels:

Zitat:
Reglementierung der BerufsausĂŒbung [Bearbeiten]Heute wird die Berufsausbildung (Inhalte, Dauer) in den meisten europĂ€ischen LĂ€ndern staatlich festgelegt. Die staatliche Reglementierung der Berufswahl findet aber in Deutschland wie auch in den meisten anderen LĂ€ndern ihre Grenzen in dem Grundrecht der Berufsfreiheit.

Wer welchen Beruf ausĂŒben darf, wurde und wird kulturell unterschiedlich gehandhabt. In Europa gilt prinzipiell das Recht der freien BerufsausĂŒbung, das jedoch einigen EinschrĂ€nkungen unterliegt. So ist fĂŒr die AusĂŒbung bestimmter Berufe eine entsprechende Ausbildung erforderlich: Als Arzt oder Rechtsanwalt darf beispielsweise nur tĂ€tig sein, wer ein medizinisches bzw. juristisches Hochschulstudium erfolgreich abgeschlossen und entsprechende Praxiserfahrung (Referendariat) nachweisen kann.

Ebenfalls unterliegt die AusĂŒbung handwerklicher Berufe bestimmten EinschrĂ€nkungen: So ist zur selbststĂ€ndigen AusĂŒbung eines Handwerks in Deutschland beispielsweise der Meister-Brief erforderlich. In anderen LĂ€ndern, beispielsweise den USA, kennt man diese EinschrĂ€nkung nicht.

Alle erfolgreich sozial heraus gebildeten Berufe entwickeln eine (mehr oder minder ausgeprÀgte) Arbeitsethik.


http://de.wikipedia.org/wiki/Beruf

Zitat:
Ich denke, das gibt dir einen ungefĂ€hren Eindruck wie sich mancher Historiker fĂŒhlt, dessen Arbeit von diversen Personenkreisen der "Hobbiistenszene" unterschlagen wird oder ArchĂ€ologen und PĂ€dagogen, die sich ob ihres langen und arbeitsreichen Studium verĂ€ppelt fĂŒhlen dĂŒrften ob Kommentaren aus der Laienszene, die bis zur Beleidigung reichen, mindestens aber ihre Kompetenzen anzweifeln.


Wie Wulf es schon sagte: Es beruht auf Gegenseitigkeit. Und ob manchen studentischen SelbstverstĂ€ndnis, welches sich in spĂ€teres Wirken ab M.A. "weiterentwickelt" kann ich mir durchaus eine objektive Meinung bilden. Ich bin regelmĂ€ĂŸig in UniversitĂ€ten. Ich sehe, wie miteinander umgegangen wird, sehe die "LebensqualitĂ€t" der RĂŒckzugspunkte (KaffeekĂŒchen) - hart an der Meldepflicht beim Seuchenschutz - und den geradezu kriminellen Umgang mit fĂŒr Mitbewerber prĂŒfungsrelevanter Literatur (nach Eigengebrauch verstecken, unbrauchbar machen, etc.). Ich erlebe Studenten, M.A.s und Doktoren auf Grabungen. Was ich da erlebe...

Von den fĂŒr mich nicht nachvollziehbaren Zulassungen (personell keine geringe Masse), geistig minderbemittelt und eigentlich völlig unbegabt, ganz zu schweigen.

Soweit zur zukĂŒnftigen geistigen Elite. Die wenigen armen Schweine, denen eine Weihe tatsĂ€chlich zustehen wĂŒrde, mĂŒssen um ihr Überleben kĂ€mpfen. So sieht®s doch aus. Ist nicht mehr IntegritĂ€t oder Intelligenz, sondern die FĂ€higkeit, die StudiengebĂŒhren zu leisten das ZĂŒnglein an der Waage. Tobias, worauf bildest Du Dir eigentlich ein, dass Du als Studierter mehr zu historischen AblĂ€ufen und Befunden etwas sagen kannst als jemand, der privat an die mindestens (!) 20 Stunden monatlich in UniversitĂ€tsbibliotheken verbringt. Der fĂŒr sich genauso wissenschaftlich recherchiert und analysiert - ganz ohne Scheine! Mit dem die LehrkrĂ€fte genauso umgehen wie mit Studenten. Anleiten. Korrigieren. RĂŒgen! :D

Es wird zukĂŒnftig neue Berufe geben, vielleicht gibt es dann auch Ausschreibungen mit dem Anforderungsprofil:

"Akademiker oder Handwerker mit adÀquater Qualifikation."

Ich hoffe, das wird dann nicht zu hart fĂŒr Dich, Tobias.

_________________
Steve Lenz

"Dein Stuhl kann gar nicht niedrig genug sein,
als dass sich nicht jemand finden lieĂƒÆ’Ă†â€™Ăƒâ€ŠĂ‚Âže, welcher diesen noch
niedriger sĂƒÆ’Ă†â€™Ăƒâ€šĂ‚Â€gen wĂƒÆ’Ă†â€™Ăƒâ€šĂ‚ÂŒrde, wenn er sich den Hauch eines Vorteils
davon verspricht, Steve!"
Frank S.(einer meiner Ausbilder)


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BeitragVerfasst: Freitag 1. August 2008, 11:41 
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Jou, das dazu ...

und gut denn, bevor ich hier einen weiteren Mega-Post einstelle, zu dessen Formulierung ich momentan keine Zeit habe, weil die Werkbank mehr als dringend ruft, beende ich fĂŒr meinen Teil diese in meinen Augen immer noch unsinnige Definitionsdiskussion. Ich habe meine Sicht der Dinge dargelegt, ich werde - aus den geschilderten GrĂŒnden - weiterhin kein "Darsteller" und auch kein "Living Historian" sein (können). Ihr seht offenbar auf völlig anderen Ebenen Handlungs- und Definitionsbedarf als ich. Ich wĂŒnsche Euch - ohne jede HĂ€me - viel Erfolg beim heiteren Beruferaten. Vielleicht werden Eure BemĂŒhungen, ĂŒber deren Motivation ich auch nur Mutmaßungen anstellen kann, ja zu Ă€hnlichen Einsichten fĂŒhren wie die Diskussionen in den 1990er Jahren... vielleicht aber auch nicht.
Und jetzt dĂŒrft Ihr Euch getrost dem nĂ€chsten "altgedienten Kollegen" widmen, wir sind alle schon sehr gespannt, wer als nĂ€chster dran ist ^^

Ulfr


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BeitragVerfasst: Freitag 1. August 2008, 21:09 
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Zitat:
Wie Wulf es schon sagte: Es beruht auf Gegenseitigkeit. Und ob manchen studentischen SelbstverstĂ€ndnis, welches sich in spĂ€teres Wirken ab M.A. "weiterentwickelt" kann ich mir durchaus eine objektive Meinung bilden. Ich bin regelmĂ€ĂŸig in UniversitĂ€ten. Ich sehe, wie miteinander umgegangen wird, sehe die "LebensqualitĂ€t" der RĂŒckzugspunkte (KaffeekĂŒchen) - hart an der Meldepflicht beim Seuchenschutz - und den geradezu kriminellen Umgang mit fĂŒr Mitbewerber prĂŒfungsrelevanter Literatur (nach Eigengebrauch verstecken, unbrauchbar machen, etc.). Ich erlebe Studenten, M.A.s und Doktoren auf Grabungen. Was ich da erlebe...
Von den fĂŒr mich nicht nachvollziehbaren Zulassungen (personell keine geringe Masse), geistig minderbemittelt und eigentlich völlig unbegabt, ganz zu schweigen.


Einzig hier möchte ich mich kurz einhaken, denn dieser Absatz impliziert einen Vorwurf, der seinesgleichen sucht.

Dem kann ich mich andersherum dann nun mehr anschließen und zwar im Umkehrschluss...
Ich gehe in den Baumarkt und erlebe Schreiner, Elektriker, Monteure... Meine Eltern haben ein GĂ€stehaus, da kommen eben jene unter der Woche unter... Was ich da erlebe!!!!!

Entschuldigung, dies ist nun meine persönliche (akademische) Meinung, aber das ist eine Sichtweise, die du nicht ĂŒber den Tellerrand hinaus tragen solltest.
Dass die sogenannte geistige "Elite" nicht unbedingt laborkeimfrei und sauber ist, wissen wir alle. Aber ein gewisser Standart ist gegeben. Werkzeug verschwindet auch auf der besten Baustelle.
Die universitĂ€re Bildung ist eines der höchsten GĂŒter. Was ein Mensch aus dem macht, was er an Möglichkeiten geboten bekommt, ist seine Sache...
Ich weiß ja nicht an welchen UniversitĂ€ten oder Grabungen du dich bisher so umgesehen hast, aber ich kann dir versichern, dass das nicht ĂŒberall der Fall ist.

FĂŒr mich liest sich das so, als wĂŒrde hier jedem Absolventen einer Geisteswissenschaft (i.e. Vor- und FrĂŒhgeschichte, Alte Geschichte, Klass.Arch., etc.) völlig die fachliche Kompetenz abgesprochen.
Dies ist nicht so und wird auch nie so sein.

Ich gestehe ein, dass nicht jeder, der sich fĂŒr ein solches Fach immatrikuliert auch geeignet dafĂŒr ist. Beim besten Willen, ich habe wĂ€hrend meines Studiums viele kommen und und noch viel mehr wieder gehen sehen, weil sie weder ĂŒber das "Herz" noch ĂŒber den "Verstand" verfĂŒgen, einen solchen Beruf tatsĂ€chlich bis zum bitteren Ende auszuĂŒben.
Die wenigen, die es tun... denen gehört zu allererst Respekt!
Denn auf was lĂ€ĂŸt man sich ein? Auf eine doch eher ungewisse Zukunft, da die Berufsaussichten alles andere als rosig aussehen. Und trotzdem tut man es. Zumeist (wie in meinem persönlichen Fall) ohne eine zuvor beendete qualifizierende handwerkliche Berufsausbildung auf die man sich ja zurĂŒckbesinnen kann, wenn es doch nix wird.

Und leider sprichst du uns diesen Respekt gerade ab und wirfst uns in einen Eimer.
Schade.

Ich gestehe mir ein gewisses Maß an Bildung, Erkenntnis, Wissen und fachlicher Kompetenz zu.
Zumindest genug, um urteilen zu können und um in akademischen UND musealen Bereichen meinen erfolgreichen Weg zu gehen.

So leid es mir tut, auf gute ArchÀologen und/oder Althistoriker wird man immer treffen... und man wird nicht an ihnen vorbei kommen, so sehr man es auch versucht, indem man ihnen ihre Kompetenz abspricht.

Marion

_________________
Wenn die Schlauen immer nachgeben, kommt es zur Tyrannei der Dummen!


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BeitragVerfasst: Freitag 1. August 2008, 22:16 
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Darstellung: Miles Gregarius
Marion, ich tue es eben nicht.

Es wird immer Leute geben, welche ihren Kaffee oder Tee nicht in SchmuddelkĂŒchen zu sich nehmen wollen und den CharakterdefizitĂ€ren hinterherrĂ€umen, was die so liegen lassen. Es wird immer welche geben, welche legitim an Unis lernen.

Jene meinte ich mit den "...armen Schweinen...". Ich erlebs doch immer wieder! Bundesweit!

Und ich wĂŒnsche mir, dass genau jene die Gelegenheit finden, sich als Weizen von der Spreu zu trennen, denn mit "den anderen" mag ich zukĂŒnftig nicht zusammenarbeiten. Als Konkurrenz sehe ich Akademiker keineswegs, noch weniger als notwendiges Übel oder gar als Hindernis. Aber dieses ElfenbeingetĂŒrme muß - auf beiden Seiten - aufhören! Un-be-dingt!

Und:

Meine Sichtweisen werde ich bei Notwendigkeit immer ĂŒber den Tellerrand hinaustragen. Dorthin, wohin mein Blick stets schweift! :idea: :wink:

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Steve Lenz

"Dein Stuhl kann gar nicht niedrig genug sein,
als dass sich nicht jemand finden lieĂƒÆ’Ă†â€™Ăƒâ€ŠĂ‚Âže, welcher diesen noch
niedriger sĂƒÆ’Ă†â€™Ăƒâ€šĂ‚Â€gen wĂƒÆ’Ă†â€™Ăƒâ€šĂ‚ÂŒrde, wenn er sich den Hauch eines Vorteils
davon verspricht, Steve!"
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BeitragVerfasst: Samstag 2. August 2008, 09:26 
Hetairoi
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Ich habe diese Diskussion schon seit lĂ€ngerem eher kursorisch verfolgt und wollte mich bisher eher aus dieser heraushalten, zumal mir manche HintergrĂŒnde sowie auch der Begriff ArchĂ€otechnik und dessen Implikationen so nicht gelĂ€ufig waren.
Allerdings sind hier einige Aussagen gemacht worden, die ich nicht unwidersprochen stehen lassen möchte.
Wenn ich es recht verstanden habe, bezeichnet der Begriff "ArchĂ€otechnik" einen Bereich im Feld der Living History, des historischen Handwerks, der MuseumspĂ€dagogik usw., suggeriert dabei aber auch eine wissenschaftliche Qualifikation (ob das von den "Erfindern" so beabsichtigt war oder nicht spielt dabei keine Rolle). Dies ist aber nicht der Fall, da es keinen Ausbildungsgang oder einen qualifizierten Abschluss "ArchĂ€otechnik" gibt. Es geht also bei der hier stattfindenden Diskussion nicht um ein heiteres Beruferaten (geschweige darum, irgendwelche Einzelpersonen anzugreifen), sondern um eine möglichst prĂ€zise Begriffsdefinition, die ein wissenschaftliches Arbeiten und einen angemessenen Diskurs erst ermöglichen. Zudem mĂŒsste eine genaue Definition gerade auch den Propagandisten dieses Begriffes am Herzen liegen, da doch durchaus die Gefahr besteht, dass der Begriff "ArchĂ€otechnik", da nicht definiert geschweige denn als geschĂŒtzte Bezeichnung anerkannt, auch von irgendwelchen Scharlatanen (und die gibt es ja im Bereich der Living History durchaus) zur Vorspiegelung nicht oder kaum vorhandener Qualifikationen verwendet werden kann, womit wir dann wieder bei der Diskussion um eine fachlich hochwertige Darstellung, bzw. der Kriterien fĂŒr eine solche, wĂ€ren.
Was mich besonders irritiert, ist die bereits mehrfach erfolgte Abqualifizierung von Akademikern (auch wenn diese im Anschluß relativiert wurde). NatĂŒrlich gibt es auch an UniversitĂ€ten genĂŒgend MissstĂ€nde, die aber auch allen bewusst sind. Allerdings sind die hier angefĂŒhrten Verhaltensweisen wohl kaum nur an den UniversitĂ€ten zu finden. Ähnliches habe ich bspw. auch schon mit Handwerkern erlebt, kĂ€me deswegen aber nie auf die Idee, deshalb die Mehrheit der Handwerker so zu sehen, geschweige denn , deswegen die GĂŒltigkeit und Berechtigung der Handwerksordnung und der daraus erfolgten Qualifikationen zu bestreiten.
Da ich wĂ€hrend meines Studiums auch die 20 Wochenstunden Bibliotheksarbeit locker erreicht habe, möchte ich auch zu bedenken geben, dass gerade bei dieser Arbeit auffallen mĂŒsste, dass die Literatur, auf die wir uns bei unseren diversen Darstellungen, Auftritten, PrĂ€sentationen... beziehen, von Leuten verfasst wurde, die eine entsprechende Ausbildung und auch Abschluß in Geschichte, ArchĂ€ologie, PĂ€dagogik, Philologie usw. haben. Von daher scheint ein wissenschaftliches Studium mit folgendem Abschluß doch zu etwas gut zu sein, lernt man doch hier neben den jeweiligen Fakten auch das entsprechende Handwerkszeug der Methoden- und Quellenkritik (dass es natĂŒrlich auch fachlich interessierte Laien gibt, die sich ein hervorragendes Fachwissen erarbeitet haben, soll natĂŒrlich nicht bezweifelt werden, tut dem aber auch keinen Abbruch). Von daher geht es bei dieser ganzen Diskussion also nicht um irgendwelche akademischen DĂŒnkel oder Ängste um die eigenen PfrĂŒnde, wie unterstellt wurde (wobei ich diesen Vorwurf auch als eine ehrabschneidende UnverschĂ€mtheit erachte).
Umgekehrt könnte man, wenn man schon auf diesem Niveau bleiben will, mutmaßen, warum man unbedingt einen wissenschaftlich klingenden Begriff fĂŒr sich in Anspruch nimmt, obwohl es auch durchaus noch andere mögliche Benennungen ohne die skizzierte Problematik gegeben hĂ€tte. Da dies aber ein Verstoß gegen Anstand und gutes Benehmen wĂ€re, möchte ich davon absehen.

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Sparates


Wer mĂŒĂŸig geht, wird hoch geehrt; wer das Feld bebaut, wird tief verachtet. Das ehrenvollste Leben ist das Kriegs- und RĂ€uberleben. (Herodot ĂŒber die Thraker)


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BeitragVerfasst: Samstag 2. August 2008, 11:39 
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Zitat:
Von daher geht es bei dieser ganzen Diskussion also nicht um irgendwelche akademischen DĂŒnkel oder Ängste um die eigenen PfrĂŒnde, wie unterstellt wurde (wobei ich diesen Vorwurf auch als eine ehrabschneidende UnverschĂ€mtheit erachte).


War keine Unter-, sondern eine persönliche Feststellung, beruhend auf Beobachtung und Auswertung vorliegender Fakten (Aussagen). Vorwurf? Eher ein striktes "darauf aufmerksam machen". UnverschÀmt? Ansichtssache. Manche "Hinweise" und "Irritationen" könn(t)en meinerseits auch anders aufgenommen werden, oder? :wink:

Egal - es soll hier kein Krieg Akademiker vs. Laien stattfinden, denn diesbezĂŒglich zeichnet sich erstes SĂ€belrasseln doch schon wieder ab.

BTT?

Wie Wulf schon sagte:

Der Begriff "ArchĂ€otechnik" steht im Raum, Trittbrettfahrer - manche mit der Ansicht, ins Steuer greifen zu dĂŒrfen - sorg(t)en fĂŒr Eigendynamik und Verbreitung auf unterschiedlichen Ebenen. Wulf hat das Problem, dass er nun als Ansprechpartner (SĂŒndenbock?) herhalten soll/ muss. Sind die hiesigen VorwĂŒrfe (sic) aber an ihn oder die Abkupferer zu richten? Wenn ich mir Vita und Referenzen so ansehe doch eher an letztere, oder?! :idea:

Und was mich irritiert ist der Vorschlag, den "schönfĂ€rbenden" Begriff "ArchĂ€otechnik" abzulegen - weil er eine akademische Qualifikation suggeriere (Vorwurf? Denke schon, oder?) - und dafĂŒr "lebendige ArchĂ€ologie" zu wĂ€hlen. Da ist doch auch "ArchĂ€ologie" beinhaltet und "fĂ€rbt schön"! Jedenfalls sehe ich in beiden Bezeichnungen keinerlei Unterschied! Und ich finde letztere ziemlich...doof! Impliziert irgendwie Konfetti im Planum! UmherhĂŒpfende ArchĂ€ologen mit bunten Werkzeugen. (Ok, ich weiss RL um mindestens einen pinken Bagger mit Discokugel in der Kanzel und MoosgummiblĂŒmchen auf der Karosserie! :cry: )

Schlechte Wahl.

Ablegen kann man "ArchÀotechnik" nicht mehr. Aber darauf hinweisen, was damit gemeint ist. Sich selbst erklÀren. Und das hat Wulf von Anfang an gemacht!

Was können wir also (aktuell) tun?

Bei Wikipedia gibt es mitunter auch mehrdeutige Bezeichnungen, diese werden dann halt in Liste erklĂ€rt. So kann man es doch auch hier halten. Da muß nichts abgelegt und noch weniger festgenagelt werden.

Wir - Akademiker wie Laien - mĂŒssen nicht nur aneinander vorbei kommen. Wir mĂŒssen Seite an Seite arbeiten! Wenigstens die "Richtigen" aus beiden Sparten.

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BeitragVerfasst: Sonntag 3. August 2008, 15:50 
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Wir fĂŒhren hier die falsche Diskussion. Wir brauchen Gattungsbegriffe fĂŒr die einzelnen TĂ€tigkeitsbereiche, die von allen Seiten akzeptiert werden können. "ArchĂ€otechnik" ist als Gattungsbegriff zu diffus und falsch interpretierbar, egal wie gut er als Firmenname durchgeht ĂƒÆ’Ă‚ÂąĂƒÂąĂąâ‚ŹĆĄĂ‚ÂŹ" das sieht man bereits daran, dass er falsch interpretiert wird.

"Living History" ist auch diffus, aber durch eine internationale Tradition gesetzt ĂƒÆ’Ă‚ÂąĂƒÂąĂąâ‚ŹĆĄĂ‚ÂŹ" und wissenschaftlich wie populĂ€r akzeptiert. Die Übersetzung in "Lebendige Geschichte" ist zwar etwas enttĂ€uschend nach dem Zauber des Englischen, aber man gewöhnt sich dran. Daraus in der Weiterentwicklung "Lebendige ArchĂ€ologie" abzuleiten liegt durchaus nahe, auch wenn es nicht unbedingt den Stein der Weisen darstellt (dem kann man sich eh höchstens annĂ€hern). Aber man bleibt innerhalb einer umfassenden Begrifflichkeit ĂƒÆ’Ă‚ÂąĂƒÂąĂąâ‚ŹĆĄĂ‚ÂŹ" das "Lebendig" bezeichnet die Zugewandtheit zum Publikum. Vielleicht wĂ€re der richtigere, wenn auch lĂ€ngere Begriff "Lebendige historische Technik"; da braucht man zwar mehr Atem zum Aussprechen fĂŒr, aber das allgemeine VerstĂ€ndnis sollte es lohnen.

Wie gesagt, sehe ich diese Differenzierung in "Lebendig ĂƒÆ’Ă‚ÂąĂƒÂąĂąâ‚ŹĆĄĂ‚ÂŹĂƒâ€šĂ‚ÂŠ" als Gegensatz abgetrennt vom "Experimental ĂƒÆ’Ă‚ÂąĂƒÂąĂąâ‚ŹĆĄĂ‚ÂŹĂƒâ€šĂ‚ÂŠ" was im stillen Labor und Forschungsbereich stattfinden kann.

Innerhalb der "Lebendigen Geschichte" wĂ€re dann die weitaus kompliziertere Aufgabe die Differenzierung zwischen den nach außen gewandten Geschichtsdarstellern und den fĂŒr-sich-selbst-arbeitenden Reenactors vonnöten, und hier kommt dann auch die Tragweite der Spannbreite von Mosel-Römerschiff-Römern zu ernsthafter Living History zur Geltung.

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BeitragVerfasst: Sonntag 3. August 2008, 23:03 
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Das "Problem" fĂŒr viele dĂŒrfte sein, dass der Begriff "ArchĂ€otechnik" schon von vielen Seiten richtig interpretiert und akzeptiert wird. :D Jene, welche sich darĂŒber informieren wollen, finden entsprechende ErklĂ€rungen zur VerfĂŒgung gestellt.

Diffus ist anders. "Lebendige ArchĂ€ologie" ist hierfĂŒr ein gutes Beispiel.

Wie wÀrs denn mit "audiovisuellolfaktorischhaptische Geschichtsvermittlung". Das ist dann selbsterklÀrend, mit entsprechendem Training schnell aussprechbar und mit akademischen Termini, welche aber auch aus einem geliehenen Duden stammen könnten und nicht mal akademische Qualifikationen suggerieren. :idea:

Ernsthaft: Solch linguistische SchrebergÀrtnerei bringt doch nichts.

Der Erfolg gibt dem Urheber (jedenfalls einem von ihnen) Recht! Punkt!

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BeitragVerfasst: Montag 4. August 2008, 06:43 
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Mit "linguistischer SchrebergĂ€rtnerei" hast du das ziemlich gut getroffen, Steve, und der Erfolg, mit "ArchĂ€otechnik" einen der grĂ¶ĂŸten wissenschaftssprachlichen KĂŒrbisse gezĂŒchtet zu haben, der durch seinen wissenschaftssprachlichen Klang sicher als Marketinginstrument unheimlich zieht, aber im internationalen Diskurs (oder auch nur in der Ansprache gegenĂŒber totalen Laien, ich fĂŒr meinen Teil musste erst einmal nachgucken um fetszustellen dass "ArchĂ€otechnik" sich nicht z. B. mit der Sicherung von GrabungsstĂ€tten befasst) schlecht einsetzen lĂ€sst.

Aber, wie gesagt, das sind nur meine Gedanken. Ehrlich gesagt finde ich die ganze "ArchÀotechnik"-Diskussion eher lÀstig, weil sie daran hindert, zu richtigen Begriffen zu kommen durch die lautstarke Ablenkung auf dieses Einzelinteresse.

Dementsprechend: Punkt.

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BeitragVerfasst: Montag 4. August 2008, 15:38 
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Im ersten Absatz fehlt mir was - jedenfalls kapierdie Aussage nicht.

Meinst Du:

"...der "Erfolg" ist..."?

Die Sicherung von GrabungsstĂ€tten ĂŒbernimmt im ĂŒbrigen ein Grabungstechniker oder ArchĂ€ologe.

Lautstarke Ablenkung? Es steht ein Vorwurf im Raum und ArchÀotechiker (nach W. Hein) haben sich erklÀrt. Die Ablenkung findet eher statt, weil man die ErklÀrungen offensichtlich nicht hinnehmen will!? Auch noch Forderungen stellt! :idea:

Was ist das NĂ€chste? Eine einstweilige VerfĂŒgung? Seltsamer Weise wird hier nur geantwortet, wenn man sich ehrbeschnitten oder als generell inkompetent verunglimpft fĂŒhlt. Konstruktive AnnĂ€herung bleibt hingegen seitens der ansonsten Schreibgewaltigen gerne mal lĂ€nger unkommentiert. Da scheint dann das Interesse dann doch eher wieder etwas mau!?

Wie dem auch sei:

Ich mache mein Ding, andere machen ihrs. Möge der Effizientere gewinnen!

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Steve Lenz

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BeitragVerfasst: Montag 4. August 2008, 15:59 
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So, nach langer Überlegung und passivem Verfolgen der Diskussion muss ich auch sagen:
PUNKT!

Manche der in den letzten Tagen hier geschriebenen Kommentare kratzen hart am Oberen Rand der Grenze zur Beleidigung oder ĂŒberschreiten diese.
Ich bitte dies ab jetzt zu unterlassen und in eigenem Interesse den ein oder anderen Kommentar zu editieren.
Ihr seid hier in einem öffentlich einsehbaren Bereich, also benehmt euch entsprechend.

Wenn niemand EinwĂ€nde erhebt schließe ich diesen Thread in 24 Stunden, da sich diese Diskussion langsam aber sicher nur noch im Kreis dreht und festfrisst!

Vale
Publius (der grade aus dem Archeon zurĂŒckgekommen und vor den Computer gefallen ist)


Edit nach Modbeschluß:

Da es nicht möglich war zu diesem Zeitpunkt einen friedlichen Punkt zu setzen, haben die Mods beschlossen, die Postings nach dieser Verwarnung zu löschen.
Das Thema bleibt fĂŒr 24 h (also bis 20 Uhr 6.8.2008) geschlossen. Diese Pause soll dazu dienen, die Stimmung wieder abzukĂŒhlen.
Jeder der Wiedereröffnung folgende Verstoß, jede Beleidigung und jede Provokation wird als solche geahndet und verwarnt und hat im Wiederholungsfall eine 24 h Sperre des- oder derjenigen zur Folge.

_________________
Publius Militates sine Cognomen
Legio Comitatenses Minervii
c/o Patrick Stritter

erst denken, dann schreiben!


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BeitragVerfasst: Freitag 5. Februar 2016, 22:21 
Miles Gregarius
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Salvete!

Nachdem der letzte Eintrag jetzt schon eine Weile her ist und sich die GemĂŒter hoffentlich beruhigt haben, wollte ich noch mal auf das Thema zurĂŒckkommen, dass mich interessiert, nĂ€mlich die Abgrenzung von Experimenteller ArchĂ€ologie, Reenactment und Living History.

Ad Primus: Du hast ziemlich ausfĂŒhrlich dargelegt, was fĂŒr dich die Begriffe bedeuten. Welchen dieser Begriffe wĂŒrdest du denn fĂŒr das verwenden, was du zusammen mit den flavii machst?

Ad Tertius: Wenn ich dich richtig verstanden habe ist fĂŒr dich das Reenactment ein Teil der Living History und mehr persönlich ist und nicht von "nach außen gewandten Geschichtsdarstellern" vollzogen wird. Interessant fand ich deine Definition von ExperimentalarchĂ€ologie oder Experimenteller ArchĂ€ologie (wenn du mit dem ersten Begriff den zweiten auch meintest, man kann hier ja nicht vorsichtig genug sein :) )
Auch an dich die Frage: Wie wĂŒrdest du dich und dein Wirken als Pictor einordnen?

Ad omnes: Falls irgendjemand anderes sich persönlich in eine oder mehrere der Richtungen einordnen könnte wĂ€re mir das ebenfalls eine große Hilfe :D

Ich hoffe, ihr könnt durch eure persönliche EinschĂ€tzung mir etwas weiterhelfen. Die Begriffe waren bevor ich die Diskussion gelesen habe fast dasselbe fĂŒr mich :oops:

Valete

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Tiberius Claudius Maximus

Felicior Augusto, melior Traiano esset!
- Er sei glĂŒcklicher als Augustus, besser als Trajan!


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